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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Dienstag 1. Februar 2022, 23:44 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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01.02.2022  Zitat: Hat YB das Meisterrennen schon aufgegeben?
Es sei «ein interessanter, aber auch sehr intensiver Tag» gewesen, sagt Spycher auf sein Stresslevel am Deadline Day angesprochen. Schon in den Tagen zuvor sei viel los gewesen und sie seien froh, dass das internationale Transferfenster schliesse. Schweizer Vereine dürfen allerdings noch bis Mitte Februar Transfers tätigen – und das gedenkt man in Bern auch zu tun.
Spycher über die Ausleihe von Nsame
Nsame sei in den letzten Jahren unbestritten der Spieler gewesen, bei dem sie am meisten Angebote abgelehnt hätten, teils am letzten Tag, so Spycher. «Jean-Pierre war dort immer sehr loyal gegenüber YB», jetzt hätten sie aber eine Konstellation gesehen, wo sie einem Wechsel hätten zustimmen können. Nsame, vierfacher Meisterspieler und zweifacher Torschützenkönig, sei nach seiner langen Verletzungspause auf einem guten Weg zurück, «aber er braucht sicher noch einen Moment bis er auf seinem Toplevel ist». Im Sommer sei alles möglich, sowohl ein Verbleib in Venedig als auch eine Rückkehr zu YB.
… den Wechsel von Martins zu Spartak Moskau
Auf den Transfer von Martins angesprochen, atmet Spycher erst mal tief durch, ehe er erklärt, dass es sich um eine Leihe mit verpflichtender Kaufoption handle, eine Rückkehr sei deshalb sehr unwahrscheinlich. «Er war in diesem Winter ganz klar der Spieler, der am meisten Nachfrage generiert hat von verschiedenen ausländischen Klubs.» Spycher gibt zu: «Es tut uns auch weh, dass er geht.» Er lobt aber auch mit Nachdruck dessen Verhalten. «Wir haben schon vor dem Spiel am Samstag gewusst, dass wahrscheinlich alles über die Bühne gehen wird. Aber er wollte unbedingt noch einmal spielen, der Mannschaft helfen, um den Rückrundenauftakt zu gewinnen. Und das hat einmal mehr seinen tadellosen Charakter gezeigt.»
… die aufkeimende Kritik
Mit Silvan Hefti und Michel Aebischer hatte YB bereits zuvor zwei Leistungsträger verkauft. Der Ausverkauf wird auch kritisch beäugt. Hat YB das Meisterrennen etwa schon aufgegeben? Davon will der Sportchef nichts wissen und verweist darauf, dass sie in der Rückrunde nur noch halb so viele Spiele wie in der Vorrunde zu bestreiten haben. «Es gibt einen Konkurrenzkampf, der gesund ist und es gibt einen Konkurrenzkampf, der nicht mehr gesund ist. Und da versuchen wir die Balance zu finden.» Zudem werde YB auch noch aktiv werden (mehr dazu weiter unten). «Aber alles in allem sehen wir uns gut aufgestellt», den Meistertitel habe man nicht abgeschrieben. «Es hat vor allem mit Vertrauen in die Spieler zu tun, die hier sind», so Spycher.
… den Einfluss von Corona
Die wirtschaftliche Ungewissheit gerade auch in grossen Ligen habe dazu geführt, dass im Sommer wenige Transfers stattgefunden hätten «und dementsprechend hat das ein bisschen einen Stau verursacht». Jetzt im Winter habe sich der Knoten gelöst und so habe es auch viele Anfragen gegeben. Dass YB Spieler abgibt, ist Teil der klubinternen Philosophie: «Wir sind ein Ausbildungsklub für viele Spieler, die in Topligen wollen. Und das werden wir immer sein. Wir wollen auch immer Platz schaffen für junge Spieler, wie wir das auch in diesem Winter wieder gemacht haben. Von dieser Philosophie werden wir nie abrücken, die werden wir durchziehen.»
… die Angst vor der Verletzungshexe
«Die Angst, die ist immer ein bisschen da. Wer im Fussball arbeitet, der weiss, dass Verletzungen dazugehören und wir werden auch nicht unbeschadet durchkommen.» Mit Meschack Elia falle bereits wieder ein wichtiger Spieler aus. Der Mix im Team zwischen erfahrenen Spielern mit internationaler Erfahrung und aufstrebenden Talenten sei aber noch immer gegeben. «Wir haben hundertprozentiges Vertrauen in die Spieler, die hier sind.»
… mögliche Zuzüge
Im Gegensatz zu den Topligen dürfen die Schweizer Vereine noch bis am 15. Februar Transfers tätigen und das gedenkt man in Bern auch zu tun. «Ja, es wird sicher noch etwas gehen. Wir werden sicher noch Spieler verpflichten. Wie viele, das werden wir sehen», so der Sportchef. Gerade auf der Position von Christopher Martins laufe die Suche nach einem Spieler, der besonders die physische Komponente reinbringe, auf Hochtouren.
… die emotionale Komponente von Transfers
Vor lauter Transfermeldungen kann schnell einmal vergessen gehen, dass es sich bei den Spielern nicht um eine Ware, sondern um Menschen handelt, mit denen man ganz viele Momente teilt. «Wenn die plötzlich weiterziehen, ist das immer ein trauriger Moment, das ist so.» Auf der anderen Seiten gehe es auch darum, am Ende die beste Entscheidung für YB zu treffen.
Dass es trotzdem nicht immer einfach ist, Spieler ziehen zu lassen, hat auch mit den Rahmenbedingungen im Verein zu tun. «Wir versuchen in diesem Klub eine familiäre Atmosphäre zu haben, auch die Nähe zu den Spielern zu leben. Ich glaube, das ist auch eines unserer Geheimrezepte, dass sich so viele Spieler so gut entfalten können hier.» https://www.bluewin.ch/de/sport/fussbal ... 69341.html
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 3. Februar 2022, 23:24 |
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02.02.2022  Zitat: YB: Das sagt Sportchef Christoph Spycher zu den Abgängen
Meister YB gibt am «Deadline-Day» zwei gewichtige Abgänge bekannt. Sportchef Christoph Spycher gibt sich für die Rückrunde dennoch zuversichtlich.
Das Wichtigste in Kürze
- YB gibt in der Winterpause mehrere Leistungsträger ab. - Jean-Pierre Nsame und Christopher Martins verlassen die Berner am «Deadline-Day». - Nau.ch hat Sportchef Christoph Spycher einige Fragen zu den Abgängen gestellt.
Gleich mehrere namhafte Spieler hat YB in diesem Transfer-Fenster verlassen. Der Meister verliert die langjährigen Leistungsträger Jean-Pierre Nsame, Christopher Martins, Silvan Hefti und Michel Aebischer.
Wie reagieren die Berner auf die gewichtigen Abgänge? Nau.ch hat Sportchef Christoph Spycher einige Fragen gestellt.
Nau.ch: Haben Sie mit einem solch grossen Aderlass in der Winterpause gerechnet?
Christoph Spycher: Nein, wir konnten nicht voraussehen, dass es so turbulent wird. Auch, wenn man im Fussball prinzipiell immer mit fast allem rechnen muss. Die Pandemie hat dafür gesorgt, dass das Transferwesen ein bisschen in einen Stau geraten ist, der sich nun aufgelöst hat.
Nau.ch: Auch wenn Sie bestimmt gut auf diese Abgänge vorbereitet sind, können Sie diese Spieler gleichwertig ersetzen?
Christoph Spycher: Ich glaube, es war in den letzten Jahren eine Stärke von uns, dass wir für die meisten Fälle sehr gut gewappnet waren. Wir schauen weiterhin jeden Transfer einzeln an und analysieren im Führungsteam, was die Mannschaft braucht und ob es sinnvoll ist, mit einem Zuzug zu reagieren. Ein Abschied bietet immer auch die Chance, dass Spieler, die bereits bei YB sind, in eine neue Rolle wachsen können.
Nau.ch: Welchen Plan verfolgen Sie dabei: gestandene Spieler holen oder auf eine Lösung aus dem Nachwuchs setzen?
Christoph Spycher: Wir sind der Meinung, dass wir nun nicht viele Zuzüge brauchen, weil wir weiterhin sehr gut aufgestellt sind und grosses Vertrauen in die Mannschaft haben. Man darf nicht vergessen, dass wir in der Hinrunde 33 Ernstkämpfe zu bestreiten hatten und nun in der Rückrunde nur noch 17 Spiele zu absolvieren sind. Da brauchen wir nicht mehr ein derart grosses Kader wie zuvor. Nach dem Abgang von Christopher Martins fehlt uns ein physisches Element, das wir nun wieder kompensieren wollen.
Nau.ch: Wie hungrig ist die aktuelle Mannschaft, den Meistertitel wieder zu verteidigen?
Christoph Spycher: Sie ist sehr hungrig und optimistisch, das grosse Ziel zu schaffen. Auch wenn wir alle wissen, dass es schwierig und eine grosse Herausforderung wird. Wir müssen uns darauf konzentrieren, sehr gute Leistungen zu bringen. Auf diese Weise können wir für Spannung im Titelrennen sorgen.
Nau.ch: Brauchte es vielleicht sogar Mutationen im Kader, damit genau diese Gier nach dem Titel wieder verstärkt wird?
Christoph Spycher: Nein, der Hunger nach Erfolg war vorher schon vorhanden und ist weiterhin sehr ausgeprägt da. YB ist ein Klub, der immer grosse Ambitionen hat.
Nau.ch: Ist es für Nsame nicht ein Risiko, nach einer Verletzung, den Verein zu verlassen (auch wenn es nur auf Leihbasis ist)?
Christoph Spycher: Es ist speziell, dass der Wechsel jetzt über die Bühne gegangen ist. Aber er war jener Spieler bei YB, für den bei uns in den letzten Jahren am meisten Angebote eingegangen sind. Wir mussten ihm mehrmals am letzten oder zweitletzten Tag der Transferperiode aus sportlichen Gründen einen Transfer verwehren.
Er hat das immer verstanden und stets sein Bestes für YB gegeben. Nun haben wir seinem Wunsch entsprochen, weil wir im Sturm grosses Potenzial haben. Wir wollen unbedingt eine grosse Konkurrenzsituation um die Plätze in der Mannschaft haben. Aber zu viel Konkurrenz bei relativ wenigen Spielen kann auch schaden.
Nau.ch: Beim Martins-Deal konnten Sie wohl schon wegen der hohen Ablöse kaum nein sagen. Stimmen die zehn Millionen, die im Raum stehen?
Christoph Spycher: Wir äussern uns in der Öffentlichkeit nie über Zahlen. Aber wir machen keinen Hehl daraus, dass wir mit der Ablösesumme sehr zufrieden sind.
Nau.ch: Wie sicher sind Sie, dass YB am Ende der Meisterschaft wieder ganz oben steht?
Christoph Spycher: Man kann sich im Fussball nie sicher sein. Aber wir werden alles dafür tun, um für Spannung zu sorgen und am Ende wieder oben zu stehen.
Nau.ch: Wen sehen Sie derzeit als grösseren Konkurrenten: Leader FCZ oder den FC Basel?
Christoph Spycher: Der FCZ liegt auf Platz 1, Basel auf Rang 2. Ich erwarte, dass es bis zum Ende einen Dreikampf um den Titel geben wird. https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-da ... n-66098410
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 3. Februar 2022, 23:28 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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02.02.2022  Zitat: Der YB-Sportchef über die Hintergründe der vielen Abgängen
Sind Sie ein Geld-Spycher geworden?
Nach den rund 35 Champions-League-Millionen könnte YB nun auch über 20 Transfer-Millionen einnehmen. Sportchef Christoph Spycher muss sich vorkommen wie Dagobert Duck …
Blick: Christoph Spycher, haben Sie schon einmal ein solch intensives Winter-Transferfenster erlebt? Christoph Spycher: Nein, das war eine neue Dimension.
Wie erklären Sie sich diese Anhäufung von Abgängen? Die Pandemie hat in den letzten zwei Jahren dafür gesorgt, dass es weniger Transfers gegeben hat, weil zahlreiche Klubs finanzielle Probleme haben. Nun aber ist wieder einiges ins Rollen gekommen, weil viele Teams nachbessern wollten.
Waren alle vorhersehbar respektive gibt es bei YB bei jedem Namen im Kader einen Plan, wie im Fall eines Abgangs fortzufahren ist? Wir versuchen immer, so gut es geht auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Es hat sich in den letzten Jahren bewährt, dass wir auf allfällige Abgänge schon vorzeitig reagiert haben.
Silvan Hefti zum Beispiel hatte man abgangsseitig nicht auf der Rechnung. Wir wussten auch bei ihm, dass es Interessenten gibt.
Und dann generiert er mit fünf Millionen Euro noch eine unglaubliche hohe Zahl, die über Marktwert liegt. Waren Sie auch erstaunt – und sagten danach in Richtung Genua: Grazie mille? Wir äussern uns in der Öffentlichkeit nie über Zahlen. Im Fall von Silvan kann man sagen, dass es für alle Beteiligten gepasst hat, auch wenn wir ihn als Spieler und Mensch sehr geschätzt haben und ihn natürlich gern behalten hätten.
Bei Michel Aebischer soll die Zahl in etwa gleich hoch sein. Warum liessen Sie ihn dennoch ziehen, obwohl Sie eine höhere Ablöse wollten? Wir gehen auf Spekulationen wie gesagt nicht ein. Auch im Fall von Michel Aebischer stimmte es am Ende für alle, mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
Bei den zehn Millionen für Christopher Martins mussten Sie hingegen keine Sekunde zögern, nehme ich an? Vor jedem Transfer nehmen wir eine Auslegeordnung vor und wiegen sorgfältig ab, was zu tun ist.
Martins wird ersetzt. Ist der defensive Mittelfeldspieler Cheikh Niasse von Lille der Mann, der für ihn kommt? In Frankreich werden schon Details wie eine Ablösesumme von rund zwei Millionen Euro kolportiert. Sie haben sicher Verständnis, dass wir dazu keinen Kommentar abgeben.
Kommt ein weiterer neuer Spieler? Wir halten die Augen offen und sind am Prüfen, ob es für uns sinnvolle Möglichkeiten gibt. Aber grundsätzlich haben wir grösstes Vertrauen in unser Kader. Und man darf nicht vergessen, dass wir in der Vorrunde 33 Pflichtspiele absolvierten, nun aber nur noch 17 Runden zu spielen sind. Wir brauchen kein derart grosses Kader mehr wie im Herbst und haben weiterhin viele Optionen in den eigenen Reihen.
Erstaunen hat der Transfer von Jean-Pierre Nsame ausgelöst. Bei YB wird offen kommuniziert, dass ihm noch zehn, fünfzehn Prozent fehlen. YB aber hätte keine Zeit, ihn behutsam an hundert Prozent hinzuführen. Offenbar hat die Serie A … Venezia ist sich bewusst, dass Jean-Pierre aus einer langwierigen Verletzung kommt. Es war der Wunsch von Jean-Pierre, die letzten Schritte auf seinem Weg zurück zur Bestform in Italien zu machen. Diesem Wunsch haben wir entsprochen, weil wir im Sturm nach wie vor grosses Potenzial haben und wir Jean-Pierre aus sportlichen Gründen schon mehrmals einen Transfer verwehren mussten. Einige Male am letzten oder zweitletzten Tag einer Transferperiode. Er hat sich danach immer sehr loyal zu YB verhalten und alles gegeben.
Ein gewisses Erstaunen, dass er nach vielen fruchtlosen Versuchen nun doch in eine grosse Liga wechseln kann, dürfte bei Ihnen doch auch mitgeschwungen haben – nicht? Das Timing kann man nicht immer selber bestimmen. Jean-Pierre hat sich diesen Schritt redlich verdient. Es gab mehrere Interessenten, aber mit Venezia wurde eine Lösung gefunden, weil die Verantwortlichen Kenntnis von der speziellen Situation von Jean-Pierre haben und gewillt sind, die Aufbauarbeit der letzten Wochen fortzuführen.
Wie ist das nun genau mit der Option seitens von Venezia im Sommer? Jean-Pierre wird die Saison leihweise bei Venezia abschliessen. Danach wird die Situation neu beurteilt, wobei zum jetzigen Zeitpunkt sowohl die Rückkehr nach Bern als auch eine definitive Übernahme von Venezia in Frage kommen.
Der Transferbetrag ist aber schon festgelegt? Für den Fall, dass Venezia Jean-Pierre fix übernehmen möchte, haben wir eine Summe definiert, die unseren Ansprüchen gerecht wird.
Sie haben in einer anderen Zeitung gesagt: «Ich lasse mich nicht von Emotionen leiten. Ich spüre die Kabine, aufgrund dessen muss ich entscheiden. Es gilt, eine Balance zu halten zwischen positivem Konkurrenzkampf und kontraproduktivem Konkurrenzkampf.» Was genau meinen Sie damit, die Kabine zu spüren? War der Konkurrenzkampf ungesund geworden? Wir wollen unbedingt, dass jeder Spieler um seinen Platz im Team kämpfen muss. Aber es muss auch ein gesunder und realistischer Konkurrenzkampf sein. Zu viel Konkurrenz bei relativ wenigen Spielen kann lähmend wirken.
Wenn Nsame im Sommer für geschätzte sieben Millionen Franken an Venezia verkauft werden kann, nimmt YB in dieser Transferperiode rund 25 Millionen ein. Sportchef Spycher wird auch zum Geld-Spycher. Fühlen Sie sich ein bisschen wie Dagobert Duck? Überhaupt nicht. Es ist einfach so, dass Transfers ein wichtiger Bestandteil unseres Geschäftsmodells sind und wir YB nachhaltig stärken wollen. Das geht nur über wirtschaftliche Stabilität.
Borussia Mönchengladbach hätte diesen Sport- und Geld-Spycher gerne als Nachfolger von Max Eberl geholt. Sie aber haben abgesagt. Warum? Ich fühle mich bei YB sehr wohl und kann meine Arbeit in einem tollen Team so ausführen, wie ich es mir vorstelle.
Wird YB trotz den Abgängen Meister? Niemand weiss, was nach der letzten Runde am 22. Mai sein wird. Wir müssen uns darauf konzentrieren, sehr gute Leistungen zu zeigen, damit wir für Spannung sorgen können.
Spychers Top-Verkäufe
Djibril Sow, zu Frankfurt 15 Mio Fr. Denis Zakaria, Gladbach 14 Mio Christopher Martins, Spartak Moskau 10 Mio* Kevin Mbabu, Wolfsburg 10 Mio Kasim Adams, Hoffenheim 10 Mio** Sékou Sanogo, Ittihad 8 Mio Jordan Lotomba, Nizza 7 Mio Jean-Pierre Nsame, Venedig 7 Mio Silvan Hefti, Genoa 5 Mio Michel Aebischer, Bologna 5 Mio****
* ausgeliehen, Kaufpflicht im Sommer ** 5 Mio gingen an Leganes *** ausgeliehen, festgeschrieben Ablösesumme **** ausgeliehen, Kaufpflicht im Sommer bei Ligaerhalt https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 98247.html
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shalako
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Verfasst: Montag 7. Februar 2022, 21:12 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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02.02.2022  Zitat: Auch Nsame ist weg – ob das gut kommt mit der Titelverteidigung?
Die letzten Tage verliefen für YB-Sportchef und die Chefetage ruhelos und hektisch, am Montag indes überschlugen sich die Ereignisse geradezu.
Viele Klubs in Europa wollen sich verstärken und greifen tief in die Schatulle. Somit liegt es auf der Hand, dass die Young Boys nach den Auftritten in der Champions League vielerorts eine begehrte Adresse sind, um sich Hoffnungen auf eine erfolgreichere Rückrunde zu machen. Die YBFans sehen das ganze Transfertreiben eher mit einem weinenden denn einem lachenden Auge. Im Gespräch mit dem Bärnerbär klärt Sportchef Christoph Spycher auf.
Schauen wir nochmals auf den Herbst zurück. Es gab viele Hochs, aber auch einige Rückschläge. Wie lautet Ihr Fazit aus Champions League, Cup und Meisterschaft? Dass wir uns nach drei Qualifikationsrunden für die Champions League qualifizieren konnten, war sehr gut und wird für einen Schweizer Klub immer etwas Besonderes sein. In der Gruppenphase haben wir gegen starke Gegner mithalten können. Das war eine starke Kampagne mit einigen Ausrufezeichen. Leider fehlte am Ende ein Tor zum richtigen Zeitpunkt, um europäisch zu überwintern. Im Cup tat das Ausscheiden in Lugano sehr weh. In der Meisterschaft haben wir zu wenig Punkte geholt, weshalb wir nun in der neuen Rolle des Jägers sind.
Im neuen Jahr sorgt der Meister mit prominenten Transfers für Schlagzeilen. Schwimmt YB jetzt trotz Corona im Geld? Wir schwimmen sicher nicht im Geld. Aber es trifft zu, dass wir uns ein wertvolles Polster erarbeiten konnten. Das ist auch nötig, um nachhaltig zu arbeiten und für die Zukunft gewappnet zu sein. YB muss wirtschaftlich unbedingt auf einem stabilen Fundament stehen, damit wir unsere hohen sportlichen Ziele anvisieren können.
Die Transfers von Silvan Hefti, Michel Aebischer, Jean-Pierre Nsame und wahrscheinlich auch Christopher Martins haben doch eine Menge Geld in die Kasse fliessen lassen. Transfererlöse sind ein wichtiger Bestandteil unseres Geschäftsmodells. Es ist bei uns bei jedem Transfer so, dass die Rahmenbedingungen für alle Beteiligten stimmen müssen. Das heisst, dass es sportlich, finanziell und vom Timing her passen muss.
Was bedeuten diese gewichtigen Abgänge in sportlicher Hinsicht? Heisst die Devise nach wie vor «Jagd auf den Leader FCZ» oder wird die Zielsetzung nach unten korrigiert? Aus unserer Sicht gibt es keinen Grund, die Zielsetzung nach unten zu korrigieren. In der Hinrunde hatten wir 33 Ernstkämpfe. Nun verbleiben noch 17 Spiele. Es ist für uns vor jeder Saison klar, dass wir in der ersten Saisonhälfte ein deutlich grösseres Kader brauchen als nach der Winterpause. Nehmen wir den Transfer von Michel Aebischer als Beispiel: Sein Abschied eröffnet anderen im Kader neue Perspektiven und somit die Chance, eine noch tragendere Rolle zu spielen. Nun werden im zentralen Mittelfeld zum Beispiel Fabian Rieder und Sandro Lauper öfters spielen. Das sind Spieler, von denen wir restlos überzeugt sind. Zudem haben wir bis zum 15. Februar die Möglichkeit, auf dem Transfermarkt noch aktiv zu werden, was wir bei einer guten Gelegenheit auch tun werden.
Die YB-Fans bedauern vor allem den Abgang von Jean-Pierre Nsame … Das kann ich verstehen. Jean-Pierre ist in Bern eine Legende. Diesen Status hat er sich verdient und wird er auch immer behalten. Auch wir würden am liebsten immer alle Spieler behalten. Aber das geht im Fussball-Geschäft leider nicht.
Was hat zu diesem Transfer geführt? Wir haben sehr gute Gespräche mit Jean-Pierre geführt. Nach seiner langen Verletzungspause braucht er noch Zeit, um wieder in Bestform zu kommen. Er hat den Wunsch geäussert, den nächsten Schritt auf seinem Weg zurück bei Venezia machen zu können, um seinen Traum von einer grossen Liga zu verwirklichen. Diesem Wunsch haben wir entsprochen, zumal wir mit Wilfried Kanga und Jordy Siebatcheu zwei Stürmer mit ähnlicher Spielweise im Kader haben.
Wie geht es mit Nsame weiter? Es gibt verschiedene Szenarien. Er wird nun die Rückrunde leihweise mit Venezia bestreiten. Danach werden wir uns mit allen Beteiligten zusammensetzen und entscheiden, ob er in Italien bleibt oder zu YB zurückkehrt. Wir haben mit ihm den Vertrag bis 2024 verlängert. Es ist also eine Option, dass die YB-Fans ihn wieder im Wankdorf zu sehen bekommen.
Beim anstehenden Transfer von Christopher Martins zu Spartak Moskau wird von einer Ablösesumme von fast zehn Millionen Franken berichtet … Zu Zahlen äussern wir uns in der Öffentlichkeit nicht. Grundsätzlich kann man festhalten, dass ein solches Angebot sowohl den Spieler als auch den abgebenden Klub unruhig macht.
Sie feiern im März ihren 44. Geburtstag und sind nicht mehr täglich im Training. Hier steht der sportliche Erfolg, dort der schnöde Mammon. Beherrschen Sie den Spagat immer noch, ohne sich eine Zerrung zuzuziehen? Den Spagat schaffte ich schon früher als Spieler nicht. Wobei: Vielleicht konnte ich ihn im Säuglingsalter, aber daran kann ich mich nicht mehr erinnern…
Hohe Siege in den Vorbereitungsspielen und dann ein hart erarbeiteter Starterfolg gegen Lugano. Wie zuversichtlich sind Sie für die Fortsetzung? Wir sind sehr optimistisch, wissen aber auch, dass wir gezwungen sind, punktemässig klar besser abzuschneiden als in der Hinrunde. Der FCZ spielt bisher eine herausragende Saison, Basel ist auch gut im Rennen. Ich gehe davon aus, dass es bis zum Schluss einen spannenden Dreikampf um den Titel geben wird. https://baernerbaer.ch/sport/auch-nsame ... teidigung/
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shalako
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Verfasst: Freitag 4. März 2022, 16:07 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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04.03.2022  Zitat: YB-Sportchef Christoph Spycher zum Thema Wagner
«Im Fussball gibt es keine Garantien»
Der Rückstand von Meister YB auf den FCZ ist in kürzester Zeit von acht auf 13 Punkte angewachsen. Sportchef Christoph Spycher äussert sich zur Misere und der Frage, ob Trainer David Wagner der Richtige für die neue Saison ist.
Blick: Christoph Spycher, wer ist 2022/2023 YB-Trainer?
Christoph Spycher: David Wagner hat auch für die nächste Saison einen Vertrag. Aber das ist nicht, was im Moment zählt, sondern das nächste Spiel gegen Luzern. Diesem gilt unser Fokus.
Geben Sie also eine Garantie ab, dass Wagner auch nächste Saison Coach ist? Im Fussball gibt es keine Garantien, weder für einen Trainer noch einen Spieler oder Sportchef. Fussball ist ein spezielles und hoch emotionales Geschäft. Da geht es manchmal sehr schnell.
Ist die Meisterschaft mit 13 Punkten Rückstand gelaufen? Der FCZ hatte schon im Winter die beste Ausgangslage. Nun hat er das zementiert. Wir hingegen haben nicht die Power auf den Platz und die Leistungen gebracht, die wir uns vorstellten.
Mit der vollen Kapelle wollte YB angreifen. Und nun ist der Rückstand innert kürzester Zeit von acht auf 13 Punkte angewachsen. Was lief da schief? Wir sehen unsere Leistungen sehr kritisch. Dass diese ungenügend und wir zu wenig dominant waren, ist der Hauptgrund. Wir hatten aber viele Transfers und Verletzungspech. Das sind schon auch Gründe, die man in Betracht ziehen muss. Wir mussten im Verlauf der Saison sechs Torhüter einsetzen und hatten Spiele, bei denen wir das Matchblatt nicht mehr füllen konnten.
Das Spiel in Genf war symptomatisch. Da war gar nichts mehr Gutes zu sehen. Oder haben Sie etwas gefunden? Es gab schon einige Dinge, die okay waren. Aber das spielt keine Rolle, denn in der Summe war das für unsere Ansprüche viel zu wenig.
Die Neuzuzüge Niasse und Varga sitzen nur auf der Bank. Haben Sie sich mit diesen verkalkuliert? Bei keinem Transfer ersetzt man einen Spieler hundertprozentig eins zu eins. Ich glaube an diese Spieler. Aber sie brauchen Gewöhnungszeit.
Nationalspieler Edimilson Fernandes, ein anderer Neuzugang, spielte bisher am rechten Flügel. Das ist doch nicht seine Position. Edi kann praktisch alles spielen. Ausser Goalie, Stossstürmer und linker Aussenverteidiger hat er in seiner Karriere schon alles gespielt. Er hat grosse Qualität, und an die glauben wir.
Hätte man Jean-Pierre Nsame doch behalten sollen, statt seinem Wunsch nach einem Serie-A-Transfer nachzugeben? Waren Sie da zu wenig hart? Auch jetzt sind wir der Meinung, dass es der richtige Entscheid war. Ohnehin bedauere ich Dinge nicht, die passiert sind. Das bringt nichts, weil man sie nicht mehr ändern kann. Mit dem Blick in den Rückspiegel ist es einfach zu urteilen.
Auch die Goalie-Situation mutet merkwürdig an: Racioppi ist ab sofort nur noch Reservist und Faivre, von dem alle sagen, wie wichtig er als Mensch sei, hockt auf der Tribüne. Es war mit allen genau besprochen. Als wir uns wappneten, wussten wir nicht, wie lange von Ballmoos noch ausfallen würde. Wir aber wollten für alle Eventualitäten gerüstet sein. Sechs Goalies in einer Saison habe ich auch noch nie erlebt.
Wie zufrieden sind Sie mit Ihren Transfers? Man braucht in diesem Job Geduld. Manchmal schlägt einer sofort ein, meistens braucht er Zeit. Ein Beispiel: Als Jordy Siebatcheu zu uns kam, rümpften viele schnell die Nase und sagten: Was ist denn das für einer? Jetzt hat er 15 Tore gemacht und führt die Torschützenliste an.
Persönlich
Christoph Spycher (43) wächst in Köniz BE auf, wird fussballerisch aber beim FCL und bei GC gross, nicht bei YB. 2006 wechselt er in die Bundesliga zu Eintracht Frankfurt, ist dort zeitweise Captain, kehrt 2010 in seine Heimat zurück und spielt die letzten vier Karrierejahre für YB. Spycher macht 47 Länderspiele, ist Stammspieler an der EM 2004, steht auch an der WM 2006 und EM 2008 im Kader. Er arbeitet bei YB nach Karriereende zwei Jahre als Talentmanager, bevor er 2016 Sportchef wird. Er feiert vier Meistertitel, einen Cupsieg und zwei Champions-League-Teilnahmen. https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 88658.html
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shalako
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Verfasst: Dienstag 8. März 2022, 16:48 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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08.03.2022  Zitat: YB-Sportchef nimmt Stellung
«Es schlichen sich immer mehr Hänger ein»
Christoph Spycher erklärt, warum man mit David Wagner noch im Winter die Hoffnung auf einen Turnaround hatte – und welches Profil YB auf der Suche nach einem Nachfolger verfolgt.
Am Sonntagmorgen nach dem Spiel gegen Luzern haben Sie sich mit David Wagner zusammengesetzt – und gemeinsam entschieden, dass er nicht mehr Trainer von YB sein kann?
Unser Austausch war immer transparent. Wir haben die Leistungen stets ähnlich gesehen, hatten das Gefühl, dass wir nicht auf das Level der Vorrunde kamen, in der es ja auch auf und ab ging, aber immer wieder auch starke Auftritte gab. Zuletzt war keiner von uns zufrieden mit dem, was wir gezeigt haben. Nach dem 2:2 gegen Luzern vereinbarten wir, dass wir noch einmal zusammensitzen. Wir hatten beide unsere Vorstellungen, was nun passieren muss. Und es wurde klar, dass wir beide nicht mehr die Überzeugung haben, in dieser Konstellation den Turnaround zu schaffen.
Der Trainer also hat Ihnen die Entlassung selber angeboten?
Das ist übertrieben formuliert. Es ging nie um eine Schuldzuweisung. Am Ende müssen wir sagen, dass wir es alle nicht geschafft haben, sportliche Leitung, Trainer und Spieler. Diese drei Ebenen haben nicht so zusammengegriffen, wie wir uns das vorgestellt haben.
Was gab Ihnen denn vor der Winterpause Anlass zur Hoffnung, dass es doch noch klappt?
Im Herbst, gerade auch im Spätsommer war eine grosse Dynamik in diesem Team, wir hatten Zweikampfstärke, Energie, waren gut unterwegs. Es schlichen sich immer mehr Hänger ein, aber wir kamen immer wieder zurück. Beim 1:1 vor der Winterpause gegen Basel etwa waren wir natürlich enttäuscht, dass wir nicht gewonnen haben, aber in solchen Partien konnten wir voll hinter der Leistung stehen, weil das Fussball war, wie wir ihn sehen wollen.
Und was ist in den fünf Wochen seit dem Auftakt zur Rückrunde passiert?
Wir hatten weniger Ballbesitz, weniger Dynamik, weniger Chancen, waren weniger dominant. In jedem Spiel konnten wir eine Schwäche stellenweise beheben, während sich eine andere neu auftat. In einem Tief ist es wichtig, dass man Stück für Stück wieder aufbaut und dass das, was man sich aufgebaut hat, auch bleibt. Das war bei uns nicht so. Die Einzelteile brachen immer wieder weg.
«Die Entlassung ist keine Anklage an die Mannschaft.»
Sie haben schon früher davon gesprochen, dass die Leistung nicht nur der Trainer allein verantwortet. Ist seine Entlassung umgekehrt auch ein Weckruf an die Spieler?
Es ist keine Anklage an die Mannschaft, auch nicht an David Wagner. Bei YB werden wir immer als Team auftreten, auch in schwierigen Zeiten. Es gibt die Mannschaft, die muss harmonieren, funktionieren, sie muss die richtigen Impulse bekommen. Die kommen vom Trainer und vom Trainerteam. Und dann gibt es eine sportliche Führung, die in der Verantwortung steht. Vor dieser Verantwortung will sich niemand drücken, auch ich nicht. Deshalb sind wir jetzt alle gefordert. Ich bin der Erste, der jetzt hinsteht und sagt: Wir müssen es besser machen.
Sie mussten als Sportchef zum ersten Mal einen Trainer entlassen. Welche Gedanken schwingen da mit?
Vordergründig zwei: Als Sportchef muss ich das Risiko einer Freistellung in Kauf nehmen, natürlich ist das auch ein wirtschaftlicher Faktor. Und auf der menschlichen Ebene ist es ein emotionaler und entsprechend schwieriger Entscheid. Bei YB sind wir nicht bekannt für Aktionismus. Wenige Monate nach meinem Start als Sportchef schieden wir im Frühling 2017 in einer schwierigen Phase im Cup gegen Winterthur aus, es gab Rufe, ich müsse den Trainer Adi Hütter entlassen. Wir analysierten in Ruhe und kamen zum Schluss, dass wir weiterhin das Potenzial sehen. Intern leben wir diese Kultur der Aufarbeitung alle mit.
War denn die Verpflichtung eines ausländischen Trainers ohne Kenntnis der Liga auch ein Experiment?
Nein. Zeit für Experimente gibt es im Fussball nicht. Wir waren von ihm als Trainer überzeugt, wegen seiner Art, wie er spielen lässt, der Dynamik, dem vertikalen Spiel. Wir hatten auch lange das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein. In den europäischen Qualifikationsspielen zeigte sich die Mannschaft widerstandsfähig, hielt im Playoff zur Champions League auch nach einem Platzverweis enorm gut dagegen. Da war viel Wucht dabei. Und mit der Teilnahme an der Champions League wurde ein Saisonziel erreicht.
Inwiefern war diese Phase noch von Wagners Vorgänger Gerardo Seoane geprägt?
Es war sicher ein gutes Fundament, eine intakte Mannschaft da. Aber man darf nicht vergessen, dass aus der Vorsaison zwei Eckpfeiler verletzt fehlten: Jean-Pierre Nsame und Fabian Lustenberger. Es galt schon, gewisse Dinge zu verändern. Und es gab Spieler, die in dieser Situation einen Sprung nach vorne machten: Cédric Zesiger, Ulisses Garcia oder Meschack Elia und Fabian Rieder. Das ist mit ein Verdienst von David Wagner. Leider konnten wir im neuen Jahr nicht an diese Phase anknüpfen.
Mit der Trainerentlassung zu dem Zeitpunkt der Saison haben Sie umso mehr Zeit für die Suche nach einem Nachfolger. Sucht man jetzt ein gegenteiliges Profil: Einheimisch, jünger, mit unbekanntem Namen?
Wir suchen die Trainer nicht nach Modell. Selbst als wir Seoane verpflichteten, suchten wir nicht explizit einen Jungtrainer. Es gab damals auch erfahrenere Kandidaten, jüngere, ausländische, hiesige. So wird das auch bei der nächsten Auswahl sein. Aber im Vordergrund steht jetzt, wie wir die besten Voraussetzungen für Matteo Vanetta schaffen können.
«Der Zeitpunkt war nicht bewusst so gewählt.»
Falls er den Rückstand auf die Tabellenspitze signifikant verkürzen sollte – kann er von der Interims- zur Dauerlösung werden?
Ja. Aber es geht jetzt vor allem darum, dass er der Mannschaft diesen Impuls geben kann, der aus der alten Konstellation heraus nicht mehr kam. Alles andere ist jetzt noch zu weit weg.
Immerhin bringt die frühe Entlassung den Vorteil, dass man jetzt in Ruhe suchen kann.
Der Zeitpunkt war nicht bewusst so gewählt. Die Überzeugung hat zuletzt einfach gefehlt, und wenn das auf beiden Seiten der Fall ist, dann bringt es nichts mehr, in dieser Konstellation weiterzugehen.
Der Titel ist ausser Griffweite, worum geht es für YB jetzt noch?
In erster Linie darum, uns wieder zu festigen. Wir wissen, dass das mit viel Arbeit verbunden ist. Und eine Fussballmannschaft ist ein sensibles Konstrukt, es geht auch darum, viel individuelles Selbstvertrauen wiederherzustellen. https://www.bernerzeitung.ch/es-schlich ... 0336975453
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Sonntag 13. März 2022, 23:12 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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11.03.2022  Zitat: Der Vertrag des Meistermachers läuft aus – und noch weiss der YB-Sportchef Christoph Spycher nicht, wohin er abbiegt
Die Young Boys hinken den eigenen Erwartungen hinterher, Anfang Woche entliessen sie den Trainer. Ausgerechnet jetzt akzentuiert sich die Frage, ob der Sportchef Christoph Spycher den Vertrag verlängert. Was dafür spricht: das Bekenntnis des YB-Besitzers.
Er habe gespürt, dass er «hier bei YB noch nicht fertig» sei, sagte Christoph Spycher, als er Anfang 2019 den Vertrag als Sportchef verlängerte. Der neue Vertrag bekam eine Gültigkeit bis Ende 2022 – das heisst: Inzwischen läuft er nicht mehr lange, zumindest für eine Personalie mit dieser Bedeutung.
Denn mit Spycher lief für YB immer alles wunschgemäss. Zumindest nach aussen. Zumindest bis vor kurzem.
Spycher trat den Job 2016 an, nach gut anderthalb Saisons unter seiner Leitung war YB erstmals seit 32 Jahren wieder Schweizer Meister. Es folgten drei weitere Meistertitel, 2019, 2020, 2021.
Und nun? Bleibt er? Oder ist er fertig bei YB?
Ausgerechnet in der Phase, in der sich diese Frage akzentuiert, hinken die Berner hinterher, dem FC Zürich, den eigenen Erwartungen. 15 Punkte liegen die Young Boys hinter dem Super-League-Leader, am vergangenen Montag entliessen sie den Trainer David Wagner. Spycher hat wenig Freiraum, sich mit der persönlichen Zukunft zu befassen, schon seit Monaten.
Im Sommer 2021 galt es den Trainer zu ersetzen, Wagner kam für Gerardo Seoane. Es folgten: ein intensiver Herbst mit vielen europäischen Spielen; eine Winterpause mit vier gewichtigen Abgängen; ein ernüchternder Rückrundenstart; Wagners Entlassung. Seit Anfang Woche gilt es einer neuen Trainercrew zur Seite zu stehen, dem langjährigen Assistenten Matteo Vanetta als Chef, der von Harald Gämperle und Steve von Bergen unterstützt wird.
«Gelöst von einer Planung»
Nach Wagners Entlassung sagte Spycher: «Es geht nicht darum, eine allein schuldige Person herauszupicken.» Es gebe verschiedene Leute mit Verantwortung, er habe die sportliche Führung, «wir verstecken uns überhaupt nicht».
Aber im Kern von Bern war klar: Spycher hat sich in den vergangenen Jahren so viel Respekt und Vertrauen erarbeitet, dass ihm kaum eine Mitschuld gegeben wird. Und: Indem er sich nicht versteckt, macht er sich nicht angreifbar.
Am Freitagvormittag geht diese Frage an Spycher: Welche Fehler sieht er denn bei sich? Es ist eine lange Antwort, und er käme nie auf die Idee zu sagen, Wagners Verpflichtung sei ein Fehler gewesen, «die Energie, mit der wir die Champions League erreichten, kam auch von David». Aber für ihn sei beispielsweise nicht erklärbar, warum das Team in der Rückrunde mit so viel weniger Dynamik spielte, und wenn er so redet, scheint Spycher selber nicht zu wissen, wem er dafür die Verantwortung geben soll, ob dem Trainer oder nicht weniger sich selber. Aber vermutlich ist es so: dem grossen Ganzen.
So will er dieses YB-Konstrukt sehen. Spycher sagt: «Dieser Klub soll getrieben sein von grossem Ehrgeiz, aber auch von Offenheit und teamorientierter Führung. So wollen wir auch weiterhin leben, da gibt es eine Nulltoleranz.»
In diesem Moment, mit dieser Formulierung scheint alles klar: Spycher bleibt. Aber diese Klarheit gibt es nicht.
Es gab eine Zeit, als bei YB manche hofften, im März 2022 herrsche Klarheit. Denn die Frage, ob der Sportchef weitermacht, ist in Bern von grösserer Relevanz als in manch anderem Super-League-Klub. Weil YB seit 2016 zu so viel Ruhe gefunden hat wie lange nicht mehr. Und weil von Spycher vieles abhängt. Es ist so gut wie klar, dass der einflussreiche Ausbildungschef Gérard Castella nur so lange bei YB arbeitet wie Spycher. Castella wird bald 69, spätestens mit Spychers Abschied von YB wird er in Rente gehen.
Auch zum Chef-Scout Stéphane Chapuisat besteht eine enge Verbindung. Ginge Spycher dereinst zu einem Bundesligaklub, würde Chapuisat zumindest umgarnt, damit er denselben Weg wählt.
Aber wechselt er in die Bundesliga? Ist er fertig bei YB?
Mit deutschen Klubs wird Spycher, bald 44, wiederholt in Verbindung gebracht, erst recht, weil es zwei mehr oder weniger konkrete Anfragen gab. Im Oktober 2021 trat Max Eberl an ihn heran, der damals noch Borussia Mönchengladbach als Sportdirektor führte. Eberl erkundigte sich, ob es für Spycher vorstellbar sei, sein Nachfolger zu werden. Spycher lehnte ab. Ende Januar 2022 trat Eberl zurück.
Schon in der ersten Hälfte 2021 gab es Gespräche mit Eintracht Frankfurt. Die Frankfurter versuchten ihn zu einer Rückkehr zur Eintracht (wo er 2005 bis 2010 Spieler war) zu bewegen. Spycher erachtete einen Wechsel als zu früh, weil unglaubwürdig. Er sagte: «Es kam schon oft vor, dass ich einem Spieler zu einem gewissen Zeitpunkt einen Transfer nicht ermöglichen konnte, weil es den Erfolg von YB gefährdet hätte. Das ist etwas, was ich hundertprozentig vorleben möchte.»
Anfang Februar schrieb das deutsche Magazin «Sport-Bild» sinngemäss, für so manche offene deutsche Sportchef-Stelle sei Spycher ein Thema. Und vor allem: Spycher plane, den YB-Vertrag bis Dezember 2022 zu erfüllen und danach zu pausieren, um sich auf einen Job ab Sommer 2023 vorzubereiten. Aber schon damals hiess es aus YB-Kreisen prompt: Fehlinformation.
Es geht nicht einfach ums Abwägen, ob Spycher einen Karrieresprung ins Auge fasst – oder aber im bewährten Berner Umfeld weiterarbeitet. Spycher sagt: «Ich habe mich gelöst von einer klaren Planung.» Als es 2016 darum gegangen sei, ob er in chaotischen YB-Zeiten neuer Sportchef werde, «stand ich vor einer grossen Entscheidung. Ich musste mich fragen: Will ich das? Soll ich das? Das war sehr schwierig.»
Was er damit sagen will: Aus persönlicher Sicht ist es diesmal eine kleinere Entscheidung. Spycher versucht die Worte sorgfältig abzuwägen, er sagt noch einmal, er fühle sich «komplett gelöst», und: «Letztlich habe ich keine Ahnung, was in den nächsten 15, 20 Jahren auf mich wartet. Ich will mir aber das Privileg herausnehmen, dass ich mache, worauf ich wirklich Lust habe. Es gibt so vieles, das mich interessiert. Ich kann nicht antizipieren, was ich in anderthalb oder zwei Jahren spüre, in fünf oder zehn Jahren. Aber ich bin überzeugt, dass in den nächsten 15 Jahren ein spannender Weg auf mich wartet. Obschon ich noch nicht weiss, ob ich bei der ersten Kreuzung links abbiege oder rechts.»
Biegt er ab von YB? Fertig?
Die Bedeutung der Familie Rihs
Es fängt damit an, dass Spycher heute sagt: «Eigentlich ist man nie fertig. Es gibt immer 100 Sachen zu erledigen, Probleme zu lösen, Dinge zu adaptieren.» 2019 sei es noch vielmehr darum gegangen, auf was für ein Fundament YB gestellt werde. Seither ist einiges geschehen, auch abgesehen vom Sportbetrieb, im Kleineren wie im Grossen. Es gab nicht nur die Einnahmen von mehreren Dutzend Millionen dank den Abgängen von Djibril Sow, Kevin Mbabu, Jordan Lotomba oder Silvan Hefti, dank der Champions-League-Teilnahme 2021 (was auch half, die Corona-Ausfälle abzufedern). YB beschloss zudem, die YB Gastro AG zu 100 Prozent zu übernehmen und das Match-Catering selber zu führen.
Und nicht zuletzt gaben die Berner letzte Woche bekannt, dass Hans-Ueli Rihs das Aktienpaket der Erben seines verstorbenen Bruders Andy übernimmt und zum YB-Alleinbesitzer wird. Für Insider galt es seit langem als Option, dass Spycher Aktienanteile von YB erwirbt. Diese Möglichkeit gibt es weiterhin. Ohne Bedeutung war Hans-Ueli Rihs’ Aktienaufstockung auf 100 Prozent gleichwohl nicht: Sie hat die Chance erhöht, dass Spycher bei YB bleibt. Er sagt: «Ich habe eine klare Vorstellung, wie ich arbeiten will. Und wenn man sieht, wie sich hier und da die Kultur veränderte, wenn ausländische Investoren bei Schweizer Klubs einstiegen – darauf hätte ich keine Lust.»
2021 soll es in der Tat ausländisches Interesse an YB gegeben haben, namentlich aus den USA. Mit der Aktienumverteilung schaffte die Familie Rihs aber klare Verhältnisse.
Und so fragt sich, was Spycher noch will. Er hat vieles bekommen in den letzten Jahren, 2019 erhielt er mit Patrik Schuler einen Assistenten; die Forderung, dem CEO nicht unterstellt, sondern gleichgestellt zu sein, erfüllte ihm der Verwaltungsrat schon am Anfang. Und um Geld allein dürfte es ihm nicht gehen, mit Blick auf die Lohnmöglichkeiten hätte er längst einem Angebot aus Deutschland folgen müssen.
Aber vielleicht geht es auch darum: dass er die Gewissheit bekommt, gehen zu dürfen, wenn ihn etwas anderes reizt; dass er nicht glauben muss, er verrate das eigene Ideal, das er Spielern vorlebt. Dass Spycher spürt, nicht gefangen zu sein im eigenen System. https://www.nzz.ch/sport/fussball-yb-sp ... ld.1674147
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 16. März 2022, 21:56 |
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16.03.2022  Zitat: Was jetzt noch passieren muss, damit der Sportchef in Bern bleibt
Spycher zieht YB der Bundesliga vor
Das dürfte die erste gute Nachricht für YB seit Langem sein: Sportchef Christoph Spycher wird dem Meister mit höchster Wahrscheinlichkeit erhalten bleiben.
YB-Sportchef Christoph Spycher durchlebt die Phase mit den meisten Widerständen, seit er dieses Amt bei YB 2016 angetreten hat. 14 Punkte Rückstand auf den FCZ. Transfers, die nicht einschlagen. Die erste Trainerentlassung. Und auch um seine eigene Zukunft gibts wilde Gerüchte aus Deutschland. So jenes der «Sportbild», er solle bis Ende Jahr bei YB bleiben. Dann eine halbjährige Auszeit nehmen. Und im Sommer 2023 in der Bundesliga loslegen. Nun sagt Spycher klar: «Ich werde meinen Vertrag bei YB erfüllen und habe ein grundsätzliches Commitment abgegeben, die Zukunft mitzugestalten!»
«Die Zukunft von YB ist wichtiger als meine persönliche»
Sein Vertrag läuft bis Dezember 2022. Ein Verlängerungsangebot liegt schon länger auf dem Tisch. Gespräche mit Verwaltungsrats-Präsident Hanspeter Kienberger und dem im VR für den Sport verantwortlichen Ernst Graf haben stattgefunden. Weitere stehen an. «Aber ich hatte wegen der Champions League, dem stressigen Winter-Transferfenster und dem Trainerwechsel immer andere Prioritäten. Die Zukunft von YB ist wichtiger als meine persönliche.»
In Zeiten mit Höhen und Tiefen zeige es sich, wie ein Verein funktioniere. «Der Zusammenhalt ist gross. Es wird nach wie vor ruhig, sachlich und sehr ambitioniert gearbeitet.» Es gebe nur noch einige Fragen zu klären, aber nichts Finanzielles. Spycher: «Ich habe ein paar Ideen, wie der Sportbereich aufgestellt sein soll.»
Würden Ausländer den Klub kaufen, ginge Spycher
Ein wichtiger Punkt habe sich durch die Übernahme von hundert Prozent der YB-Aktien durch Jöggi Rihs erfüllt. «Ich hätte kein Interesse gehabt, unter ausländischen Investoren zu arbeiten», sagt Spycher. Bejahend, dass es Kauf-Interessenten gab, wie Blick geschrieben hatte. «Wenn man die letzten vier Jahre anschaut, ist das nicht sehr überraschend.»
Und die Gerüchte aus der Bundesliga? Mönchengladbach zum Beispiel hat angeklopft. YB und Spycher haben den Fohlen abgesagt. Spycher sagt gar nichts zu diesem Thema. Weil: «Wie gesagt: Ich habe ein grundsätzliches Commitment abgegeben.» https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 21425.html
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shalako
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Verfasst: Sonntag 10. April 2022, 10:55 |
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10.04.2022  Zitat: YB kommt nicht aus Kriechgang
Spycher: «Das darf nicht passieren»
Das 2:2 gegen Lausanne markiert einen neuen Tiefpunkt in der Saison von YB. Nun ist für die Berner gar Europa in Gefahr.
YB findet einfach keinen Weg aus der Negativspirale heraus. Seit mittlerweile 6 Partien warten die Berner in der Super League auf einen Vollerfolg. In dieser Phase trafen die Young Boys mit dem FCZ und Basel auf zwei Top-Teams der Liga, klar. Aber sie spielten eben auch zweimal gegen Schlusslicht Lausanne und einmal gegen den Vorletzten Luzern. Dass aus den letzten 6 Partien nur 4 Punkte resultierten, ist für einen Serienmeister miserabel.
Viel Selbstkritik bei YB
Die Zahlen lassen keine Ausreden zu. Dessen sind sich auch die Direktbeteiligten bewusst: «Wir haben viel Qualität im Team. Aber wenn du diese nicht auf den Platz bringst, nützt es rein gar nichts. Dann leidet man auch gegen ein Lausanne, das auf dem letzten Platz steht», so ein sichtlich genervter Cedric Zesiger nach dem 2:2 gegen die Waadtländer am Samstag.
Im Speziellen stiess dem YB-Abwehrspieler die Tatsache sauer auf, dass man erneut praktisch mit dem Schlusspfiff zwei Punkte aus dem Fenster geworfen hatte. «Gefühlt war es bereits das 10. Mal, dass wir in der Schlussminute das Gegentor kassieren. Wir sind komplett selber schuld», ist sich Zesiger bewusst.
Der Schweizer Internationale fordert nun, dass man als Mannschaft zusammenstehe und weiterkämpfe: «Wir müssen Stolz zeigen für diesen Verein, der uns jeden Tag unglaublich viel gibt.»
Vom Sportchef gibt's harte Worte
Auch Christoph Spycher redet nach dem Remis gegen das abgeschlagene Schlusslicht im Wankdorf gar nichts schön. «Wir hinken unseren Ansprüchen ganz klar hinterher», so das Fazit des in den letzten Jahren so erfolgsverwöhnten Sportchefs. Vor allem die Leistung von YB in der ersten Halbzeit von YB taxierte Spycher als «ungenügend». Diese werde auch von seiner Seite aus intern harte Worte zur Folge haben, denn: «Das darf nicht passieren.»
Alleine den Akteuren auf dem Rasen möchte der 44-Jährige die Schuld aber nicht in die Schuhe schieben. «Spieler, Trainer, sportliche Leitung, wir müssen gemeinsam durch diese Situation durch und alle in die gleiche Richtung marschieren», meint Spycher.
Über die Zukunft von Interimscoach Matteo Vanetta und einem potenziellen neuen Trainer an der Seitenlinie wollte sich der Sportchef nicht äussern: «Wir müssen nun schauen, dass wir nächste Woche gegen den FCZ eine gute Leistung abliefern. Alles andere ist aktuell im Hintergrund.» https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... -passieren
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shalako
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Verfasst: Samstag 23. April 2022, 00:21 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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23.04.2022  Zitat: YB-Sportchef Christoph Spycher macht Druck
Wer nicht spurt, kann gehen
YB steht vor dem Umbruch. Viele Spieler stehen auf der Kippe. Für sie geht es in den letzten sechs Spielen um alles oder nichts. YB-Sportchef Christoph Spycher macht brutal Druck!
War es nun mangelnder Hunger auf den Titel, dass sich YB diesen unfassbaren Rückstand von 19 Punkten auf den FCZ eingehandelt hat? Im letzten Spiel beim designierten Meister (1:2) gewann man genau diesen Eindruck. «Ich habe das nicht so gesehen», sagt Sportchef Christoph Spycher. «Wir hätten ja letzten Sommer gerne ein paar Wechsel gemacht, um dem vorzubeugen. Doch durch Corona war das nicht möglich wie gewünscht. Stattdessen entlud sich das Aufgestaute der letzten Jahre im Winter», erklärt der Sportchef.
Viele Wechsel, viele Verletzungen, Formtief
Fakt ist nun, dass das aktuelle YB ziemlich blutleer und flügellahm daherkommt, weshalb dieses Team im Sommer weitere Veränderungen brauchen wird. Dies, nachdem der Umbruch im Winter mit den Abgängen von Aebischer, Hefti, Martins und Nsame schon ziemlich heftig gewesen war. Zu heftig? «Das war sicher einer der Faktoren», so Spycher, der aber betont, dass sich dieser Faktor erst durch die erneuten Verletzungen akzentuiert habe. «Zudem hatte der eine oder andere ein Formtief. Das alles zusammen konnten wir zu wenig gut abfedern.»
Stellt sich die Frage: Wie soll YB verändert werden, dass der mittlerweile mit Abstand reichste Klub der Schweiz, der alleine durch die Champions League und die Wintertransfers rund fünfzig Millionen Franken eingenommen hat, wieder seinen eigenen Ansprüchen gerecht werden kann? Der erste Wechsel könnte jener auf der Trainerposition sein.
In Sachen Vanetta zögert Spycher
Interimslösung Matteo Vanetta hat bisher wenig Anlass dazu geboten, der richtige Mann für die neue Saison zu sein. Das wirkte bisher alles ein bisschen bieder und unbeholfen. Wird Vanetta gar noch durch einen Feuerwehrmann ersetzt? Spycher: «Unser Fokus liegt nicht darauf, sondern diese unschöne Serie von sieben sieglosen Spielen zu beenden. Dabei ist die Leistung nun zweitrangig. Es müssen Punkte her.» Also bleibt er Trainer bis Ende Saison? Spycher sucht die richtigen Worte. «So sieht unsere Planung aus, ja …»
Spycher wird genau registrieren, wer nicht spurt
Und das Team? «Wir schauen genau, wie sich die Spieler verhalten. Wer Verantwortung übernimmt und wer nicht. Dementsprechend werden wir unser Kader im Sommer verändern.» Also sind diese sechs Spiele für die Zukunft der Spieler entscheidend? Spycher: «Sie sind mitentscheidend. Ich habe ihnen offen und ehrlich kommuniziert, wie ich das handhaben werde. Da weiss jeder, was Sache ist. Ich erwarte, dass jeder Vollgas gibt und Dynamik auf den Platz bringt! Jeder Spieler, der das nicht bringt, wird sich damit auseinandersetzen müssen, dass ich das registrieren werde.»
Der Druck auf die Spieler ist also maximal beim Unterfangen, den dritten Platz und damit die Europacup-Qualifikation zu verteidigen. Das beginnt schon mit dem heutigen Match gegen Servette. Es geht für viele Spieler um nichts weniger als die eigene, nackte Haut! Und das vom Sportchef angekündigt. Neue Töne bei YB! https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 28397.html
_________________ For Ever
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